Jahreslosung 2026 Motiv Dorothee Krämer

Gedanken zur Jahreslosung 2026 von Sarah Pfeiffer

„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu (Offenbarung 21,5)

Dieser Vers soll uns durch das Jahr 2026 begleiten. “Ich mache alles neu”, das ist ein Versprechen, dass Gott in unser Leben spricht. Aber das Neue wächst nicht über Nacht. Es braucht Zeit, Geduld und manchmal auch Mut, Altes loszulassen.

In unserer Gemeinde können wir diesen Prozess gerade ganz konkret erleben. Unser Pfarrhaus wird renoviert. Die alten Mauern bekommen neue Farbe, Stabilität und frischen Wind eingehaucht. Es ist eine Zeit der Einschränkungen, des Staubes und der Provisorien. Etwas von dem Alten darf bleiben, aber so manches muss auch ausgetauscht und erneuert werden.

Und gleich neben unserer Kirche entsteht etwas völlig Neues. Die Kita: mit einem großen, hellen Raum, der auch unserer Gemeinde einen neuen Platz schenken wird.

Beide Bilder gehören zusammen. Das Bewahren und Verwandeln des Alten und das Wachsen und Werden des Neuen. Beides braucht Zeit, Geduld und Vertrauen.

Wer mitten in der Veränderung steht, weiß, wie anstrengend das sein kann. Wege sind versperrt, Pläne geraten durcheinander, das Vertraute fühlt sich plötzlich fremd an. So ist es auch in unserem Leben. Veränderungen kosten Kraft. Und doch: mitten in all dem Chaos wirkt Gott. Gott erneuert, was müde geworden ist, stärkt, was brüchig ist und schenkt Raum, wo wir Enge spüren.

“Ich mache alles neu” Das ist keine schnelle Lösung, sondern ein Versprechen. Ein Wort, das uns trägt, wenn noch nichts fertig ist. Es lädt uns ein, dem Prozess zu vertrauen, auch wenn wir den Ausgang noch nicht sehen.

Vielleicht dürfen wir in diesem Jahr lernen, das Leben als Baustelle zu sehen: voller Staub, Lärm, Mühe. Und zugleich voller Hoffnung und Vertrauen darauf, dass Gott schon am Werk ist. Und dass in allem Staub des Lebens bereits ein kleiner Glanz von Zukunft liegt.